Was motiviert die SERV-CEO Cristina Schulze-Bergmann? (Foto: SERV)
Versicherung
27.4.2026 | SERV
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Elf Fragen an Cristina Schulze-Bergmann, CEO von SERV
Cristina Schulze-Bergmann steht seit April 2026 an der Spitze der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV. Im «11 Fragen»-Interview spricht sie über geopolitische Unsicherheiten, klare Führung und warum Vielfalt ein Erfolgsfaktor ist.
Frau Schulze-Bergmann, worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie morgens Ihre Arbeit in Angriff nehmen?
Darauf, täglich zur Stärkung der Schweizer Exportwirtschaft beizutragen. Mich motiviert besonders, gemeinsam mit einem engagierten Team Lösungen für komplexe internationale Herausforderungen unserer Exporteure zu entwickeln.
Und auf welche Dinge könnten Sie im Job verzichten?
Unnötige Komplexität und Bürokratie. Wo immer möglich, versuche ich, Prozesse zu vereinfachen.
Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit in maximal drei Sätzen.
Als CEO der SERV trage ich die Gesamtverantwortung für Strategie, Betrieb und Weiterentwicklung der Organisation. Wir sichern Exportgeschäfte gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab und stärken so den Wirtschaftsstandort Schweiz. Dabei bewege ich mich in einem Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Politik und internationalem Umfeld.
Haben Sie diese Position schon immer angestrebt?
Nicht konkret diese Rolle, aber die Verantwortung für eine Organisation mit volkswirtschaftlicher Relevanz hat mich immer gereizt. Dass ich heute die SERV führen darf, empfinde ich als grosse Chance – und ebenso als Verpflichtung gegenüber Wirtschaft und Öffentlichkeit.
Welche Ihrer Eigenschaften helfen Ihnen in Ihrer jetzigen Stellung am meisten?
Ich denke gerne vernetzt und versuche, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Gerade unser Umfeld ist von internationalen Entwicklungen geprägt. Hier ist es entscheidend, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Wie vielen Personen stehen Sie vor und welchen Führungsstil pflegen Sie?
Die SERV beschäftigt mehr als 90 Mitarbeitende, die ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsleitung führe. Mein Führungsstil ist klar, vertrauensbasiert und dialogorientiert: Ich setze auf Eigenverantwortung, Transparenz und eine Kultur, in der unterschiedliche Meinungen Platz haben.
«Ich setze auf Eigenverantwortung, Transparenz und eine Kultur, in der unterschiedliche Meinungen Platz haben.»
Was raten Sie jemandem, der eine ähnliche Karriere einschlagen will?
Neugierig bleiben und Verantwortung übernehmen, auch wenn nicht alle Antworten sofort klar sind. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – fachlich wie persönlich.
Wie werden Gender- und Diversity-Fragen in Ihrem Betrieb geregelt?
Vielfalt ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Erfolgsfaktor. Wir achten bewusst auf diverse Teams und fördern Chancengleichheit. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt auch das Fair-ON-Pay Advanced Label. Eine Auszeichnung für Lohngleichheit, die wir 2025 erneut erhalten haben.
Zur Person
Cristina Schulze-Bergmann ist seit April 2026 Direktorin der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV. Davor leitete sie bei Rieter das globale Export- und Handelsfinanzierungsgeschäft und präsidierte die Kommission für Exportfinanzierung von Swissmem. Ihre Karriere begann sie im internationalen Bankensektor, zuletzt als Director Corporate Banking Coverage bei der Deutschen Bank in Zürich.
Was sind zurzeit die grössten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?
Aktuell in der zunehmenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheit, was die Risikobewertung komplexer macht. Ausserdem müssen wir stetig eine Balance finden zwischen Risikodeckung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit unseres Portfolios. Am Ende des Tages geht es darum, unseren Exporteuren Sicherheit und Stabilität zu bieten in einer zunehmend instabilen Welt.
Welchen Einfluss hat künstliche Intelligenz auf Ihren Arbeitsalltag?
Wir verfolgen die Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz mit grossem Interesse und klarer Offenheit für ihren Einsatz. Potenzial für Effizienzsteigerung sehen wir mittelfristig insbesondere in der Risikoanalyse und in operativen Prozessen.
Wie sehen Ihre nächsten persönlichen oder beruflichen Ziele aus?
Beruflich steht für mich im Vordergrund, die SERV strategisch weiterzuentwickeln und ihre Relevanz für die Schweizer Exportwirtschaft weiter zu stärken. Gleichzeitig ist es mir wichtig, die Organisation rasch vertieft zu verstehen und gemeinsam mit dem Team die richtigen Prioritäten zu setzen. Persönlich geht es mir darum, die Balance zwischen Reflexion und Umsetzung zu finden und die anstehenden Themen mit Klarheit und Fokus voranzutreiben.
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